ZERKLEINERUNG ORGANISCHER FESTSTOFFE ZUR ERHÖHUNG DER BIOVERFÜGBARKEIT

Laurence Palmowski, Johannes Müller, Jörg Schwedes

 Problemstellung

Organische Reststoffe fallen im Bereich der Lebensmittelindustrie, der Landwirtschaft und der Haushalte z.T. mit so geringem Verschmutzungsgrad an, daß sie für eine Verwertung zur Verfügung stehen. Sinnvollerweise erfolgt deren Verwertung über biologische Wege, in denen die organische Materie teilweise umgesetzt wird, bevor sie als Bodenverbesserer oder Dünger eingesetzt wird. Die Geschwindigkeit und der Umfang dieser biologischen Abbauprozesse sind Funktionen vieler Parameter wie der Konzentration an aktiven Mikroorganismen, der Zusammensetzung des Materials und auch der Oberfläche der abzubauenden Feststoffe. Der Einfluß der Oberfläche, die für die Mikroorganismen zum Angriff zur Verfügung steht, auf das Abbauverhalten wurde selten untersucht. Ziel dieser Arbeit war es, die spezifische Oberfläche verschiedener organischer Feststoffe durch eine Zerkleinerung zu vergrößern, um deren Bioverfügbarkeit zu erhöhen. In diesem Artikel wird über die Zerkleinerung und Charakterisierung des Zerkleinerungserfolges organischer, weicher Stoffe berichtet, die weniger intensiv erforscht wurden als harte, spröde Stoffe . Abschließend werden Abbauergebnisse dieser Materialien mit und ohne Vorzerkleinerung vorgestellt.

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Origin:
L. Palmowski, J. Müller, J. Schwedes (2000). Zerkleinerung organischer Feststoffe zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit, Chemie Ingenieur Technik, 72(2000)5, 483-487