FORTSCHRITTE BEI DER KLÄRSCHLAMMENTSORGUNG

Dipl.-Ing. Gunter Lehne, Dr.-Ing. Johannes Müller und Prof. Dr.-Ing. Jörg Schwedes

 

Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Braunschweig,

 

Einleitung:

Zur Reinigung häuslicher und industrieller Abwässer werden biologische Prozesse eingesetzt. Dabei sorgen Mikroorganismen für den Abbau der Verunreinigungen. Neben dem gereinigten Abwasser fallen Primär- und Überschußschlamm an, deren Entsorgung ökologische und ökonomische Probleme verursacht.

Ein Weg zur partiellen Beseitigung dieser Klärschlämme ist ihr Abbau in einem Faulbehälter. Dabei wird etwa die Hälfte der organischen Substanz durch anaerobe Bakterien zu einem energiereichen Biogas umgewandelt. Eine Optimierung dieses Faulprozesses wird mit folgenden Zielen untersucht:

1. Beschleunigung des anaeroben Abbauprozesses

2. Erhöhung der anfallenden Faulgasmenge und

3. Reduzierung der zu entsorgenden Faulschlammenge.

Mit diesen Zielsetzungen wird am Institut für Mechanische Verfahrenstechnik im Rahmen der DFG-Forschergruppe “Biologische Prozesse mit dispersen Feststoffen” (siehe auch Beitrag von Prof. Schwedes) der mechanische Aufschluß (Desintegration) der im Überschußschlamm vorhandenen Mikroorganismen mit Hilfe verschiedener Aufschlußgeräte untersucht. Durch diese Desintegration werden die Zellinhaltsstoffe für anaerobe Bakterien nutzbar gemacht, was zu einem beschleunigten und weitergehenden Abbau des Schlammes führt.

 

 

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Quelle:

J. Müller, G. Lehne, J. Schwedes. Fortschritte bei der Klärschlammentsorgung, Forschungsmagazin der TU Braunschweig (2000) 3, S. 104-107