VERFAHREN, EINSATZGEBIETE UND BEDEUTUNG DER KLÄRSCHLAMMDESINTEGRATION

Dr.-Ing. Johannes Müller

 

Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Institut für Mechanische Verfahrenstechnik, Technische Universität Braunschweig

 

Einleitung:

Die Zielsetzungen der Klärschlammdesintegration sind das Freisetzen von Zellinhaltsstoffen, um den Schlamm weitergehend als bisher zu stabilisieren bzw. zu mineralisieren sowie die Bekämpfung von Schaumproblemen. Konkrete Einsatzgebiete sind die Verbesserung der anaeroben Stabilisierung, die Bereitstellung von internen H-Quellen für die Denitrifikation und die verbesserte Absetzbarkeit von Schlämmen, insbesondere Blähschlämmen.

Neben biologischen und anderen physikalischen Verfahren eignen sich für die Desintegration besonders:

·       Mechanische Verfahren (Mühlen, Homogenisatoren u.a.)

·       Thermische Verfahren (Wärmebehandlung u.a.)

·       Chemische Verfahren (Ozonbehandlung u.a.)

Im Rahmen des Beitrags wird eine Übersicht über die mit mechanischen Verfahren der Schlamm­desintegration erreichten Ergebnisse und ein Vergleich mit der Wärme- und der Ozonbehandlung gegeben. Ziel des Beitrages ist es, die Möglichkeiten und Grenzen dieses Prozeßschrittes der Schlammbehandlung aus wissenschaftlicher wie aus anwendungsorientierter Sicht darzustellen.

 

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Quelle:

J. Müller (1999). Verfahren, Einsatzgebiete und Bedeutung der Klärschlammdesintegration, 4. GVC- Abwasser- Kongress, 6.-8. Sept. 1999, Bremen, Preprints Bd.2, S. 739-754