GRUNDLAGEN UND WIRKUNGEN DER KLÄRSCHLAMMZERKLEINERUNG

J. Müller, J. Schwedes (1998)

 

Institut für Mechanische Verfahrenstechnik, Technische Universität Braunschweig, Postfach 3329,  38106 Braunschweig

 

Die mechanische Zerkleinerung oder Desintegration von Klärschlämmen hat eine Verbesserung der biologischen Abbauvorgänge der Abwasser- und Schlammbehandlung zum Ziel. Erreicht wird dies durch die Zerstörung der Schlammflocken und durch den Aufschluß der im Schlamm vorhandenen Mikroorganismen. Dabei werden organische Substanzen freigesetzt und damit für einen weiteren biologischen Abbau leicht zugänglich. Die Bioverfügbarkeit der organischen Fraktion der Klärschlämme wird somit erhöht. Besonders sinnvoll ist der Einsatz dieser Technik bei Überschußschlämmen, die zu einem großen Teil aus Mikroorganismen bestehen. Die desintegrierten Schlämme können sowohl in aeroben wie in anaeroben Abbauprozessen als Substrat eingesetzt werden. Die Desintegration stellt somit einen ergänzenden neuen Schritt in der Prozeßkette der Schlammbehandlung dar.

 

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Quelle:

J. Müller, J. Schwedes (1998)

Grundlagen und Wirkungen der Klärschlammzerkleinerung, in J. Müller, N. Dichtl, J. Schwedes, Klärschlammdesintegration, Veröffentlichung des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft, Heft 61, Braunschweig 1998, S. 1-18, ISSN 0934-9731