STAND UND ENTWICKLUNG BEI DER KLÄRSCHLAMMFAULUNG

Johannes Müller

 

Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Institut für Mechanische Verfahrenstechnik
Technische Universität Braunschweig, Postfach 3329, 38023 Braunschweig, Deutschland
E-mail: jo.mueller@tu-bs.de, www.tu-bs.de/~jom

 

Zusammenfassung:

Die Schlammstabilisierung stellt einen wichtigen Prozeßschritt der Schlammbehandlung dar, wobei die Klärschlammfaulung das verbreitetste Stabilisierungsverfahren in Deutschland und der EU ist. Im Rahmen des Beitrages wird der aktuelle wissenschaftliche und technische Erkenntnisstand dargestellt. Auf einige Entwicklungen der letzten Jahre zur Optimierung des Prozesses wird kurz eingegangen. Neuere Ergebnisse zweistufiger Abbauverfahren und des mechanischen Aufschlusses von Überschußschlämmen werden vorgestellt. Die Abbaugrade können hiermit gegenüber der üblichen Prozeßführung um 10 bis 20 % gesteigert werden. Obwohl auch beim Einsatz dieser Verfahren ein größerer Teil der als organische Substanz bestimmten Schlammasse im anaeroben Abbauprozeß nicht umgesetzt werden kann, wird die Schlammfaulung aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile auch zukünftig eine bedeutende Rolle bei der Klärschlammbehandlung spielen.

 

Summary:

The stabilisation is a key-step in sewage sludge treatment and the anaerobic digestion is the most common stabilisation-process in Germany and the EU. In this paper the state-of-the-art in science, research and practise are explained. Recent developments in process optimisation are presented, especially the two-stage digestion and the disintegration of excess sewage sludge. The degree of degradation can be increased by 10 to 20 % using these processes, although a bigger portion of the drymass measured as organic matter can not be degraded by the anaerobic digestion. Nevertheless the anaerobic digestion has a number of benefits and will be of great importance in sludge handling for the future.

 

full_paper_(pdf-file,69KB)

 

Quelle:

J. Müller (1999). Stand der Entwicklung bei der Klärschlammfaulung, Wasser & Boden 51(1999)5, S.18-23