Klärschlammdesintegration zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Schlammfaulungsanlagen

J. Müller, Braunschweig

 

Seit einigen Jahren wird der Einsatz einer Desintegration zur Verbesserung von Abbaugeschwindigkeit und Abbaugrad der Schlammfaulung untersucht. Den fest-gestellten Verbesserungen stehen nicht unerhebliche Investitions- und Betriebskosten gegenüber. Der Umfang der erzielten Verbesserungen und der der notwendigen Aufwendungen ist von Kläranlage zu Kläranlage verschieden. Somit ist die Frage, ob der Einsatz der Desintegration wirtschaftliche Vorteile bringt, nur nach intensiver Prüfung der im Einzelfall vorliegenden Gegebenheiten möglich.

Dieser Beitrag behandelt speziell die Anwendung der Desintegration zur Ver-besserung der anaeroben Stabilisierung. Die positiven wie negativen Auswirkungen der Desintegration werden dargestellt. Dabei wird eine Übersicht über den derzeit vorliegenden Stand des Wissens aus Labor- und großtechnischen Untersuchungen gegeben. Basierend auf diesen Daten wird die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens-schrittes anhand eines Fallbeispiels dargestellt und Kriterien für deren Einsatz aufgestellt. Ziel des Beitrages ist es, die Möglichkeiten und Grenzen dieses Prozess-schrittes der Schlammbehandlung aus wissenschaftlicher wie aus anwendungs-orientierter Sicht darzustellen.

 

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Quelle:

J. Müller (2001). Klärschlammdesintegration zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Schlammfaulungsanlagen, in: Aktuelle Ansätze bei der Klärschlammbehandlung und -entsorgung, TU Darmstadt, WAR Schriftenreihe 132, pp. 133-156, ISBN 3-93518-28-4